
Informationszentrum Ausbau Lötschberg-Basistunnel in Frutigen
Siegerprojekt - Projektstudie
Architektur und Szenografie Wettbewerb
Projektteam mit Rolf Mühlethaler Architekten AG
Der 35 km lange Lötschberg-Basistunnel, welcher 2007 in Betrieb genommen wurde, ist das Herzstück der BLS-Infrastruktur. Der Tunnel ist jedoch nicht durchgängig zweispurig befahrbar. Der Vollausbau des Lötschberg-Basistunnel ist zwischen 2026 und 2035 geplant. Es wird für lange Zeit das grösste Bauprojekt der BLS sein.
Kunde: BLS Netz AG - Umsetzung Frühling 2026

Clean Look – Hightech im Berg
Durch den kleinen Eingang gelangen die Besuchenden in die Ausstellung und der Raum eröffnet sich in seiner ganzen Länge. Die Ausstellung ist in dunklen Grautönen gehalten und mit Signalfarben ergänzt. Dies widerspiegelt den technischen und hoch modernen Tunnelbau mit der zugleich harten und gefährlichen Arbeit. Sicherheitsthemen sind im Tunnelbau allgegenwärtig. Leuchtwesten, Helme, Schleusen, Absperrungen und Überwachung.
Zudem strömt ein bläuliches Licht durch den Raum und erzeugt eine fremde und unwirkliche Atmosphäre. Diese geht vom freistehenden Kubus aus der als Leuchtkörper ausgebildet ist.
Besucherführung und Anknüpfung an die weiteren Besucherangebote
Die Besuchenden erblicken schon von weitem den waagerechten Fahrleitungsmast und den Pavillon, der wie auf Schienen im Park liegt. Im Zwischenraum der als Verteilschleuse fungiert entdecken die Besuchenden die Schnitzerei der Heiligen Barbara. Die Schutzpatronin der Bergbauarbeitenden. Sie wird zur narrativen Erzählperson und begleitet insbesondere die Kinder durch die Ausstellung.


Themensetzung und inhaltliche Verortung
Die Ausstellung ist geprägt von den zwei Themenwänden Bauwerk und Zeitstrahl. Sie betonen die Länge des Raums, die Länge des Bauwerks und die Länge der Bauzeit.
Die Themenwände nehmen mehrere Inhalte auf und überlagern diese. Dadurch werden spannende Bezüge gebildet und mehrere Blickwinkel auf ein Thema ermöglicht. Frei im Raum sind weitere Themen, dreidimensionale Objekte und interaktive Stationen angeordnet, welche thematische und räumliche Bezüge zu den Themenwänden herstellen. Durch die inhaltliche Dichte der zwei Themenwände wird die Raumfläche freigespielt für Gruppen.
